Vorfreude auf das kommende Beisammensein - schöne Erinnerungen an die letzten Begegnungen ...
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Gildetreffen der Buddelschiffer in Brake 2025
Vom 2. bis 4. Mai 2025 traf sich die Deutsche Buddelschiffer-Gilde in Brake an der Unterweser. Organisiert wurde das Treffen von Willy und Heidrun, die mit viel Engagement ein abwechslungsreiches Programm auf die Beine stellten. Insgesamt nahmen 21 Personen teil, darunter 13 Mitglieder und ihre Partnerinnen und Partner.
Nach einer Stadtführung durch Brake mit Besuch des historischen Telegraphenturms stand am Samstag eine exklusive Führung durch den Hafen auf dem Programm. Dort erhielten die Teilnehmenden spannende Einblicke in den modernen Umschlagbetrieb des Seehafens Brake. Anschließend folgte ein Besuch im Schifffahrtsmuseum der oldenburgischen Weserhäfen, das mit seinen Modellen, maritimen Exponaten und lebendigen Erzählungen beeindruckte.
Am Abend fand die Gildeversammlung statt. Neben dem Gedenken an den verstorbenen Dieter Wendt wurde über die stabile Mitgliederentwicklung (45 Mitglieder) und eine neue Beitragsregelung beschlossen. Zukünftig beträgt der einheitliche Jahresbeitrag 12 €, die BUDDELNEWS werden digital verschickt, gedruckte Sammelbände können ergänzend bestellt werden.
Zum Abschluss des Wochenendes präsentierten die Mitglieder über 40 Buddelschiffe – ein faszinierender Einblick in die Vielfalt und Kreativität unserer Gilde. Beim gemeinsamen Abendessen und Frühstück klang das Treffen in geselliger Atmosphäre aus.
Ein herzlicher Dank geht an Willy und Heidrun für die hervorragende Organisation und ein rundum gelungenes Treffen in Brake!
Buddelschiffertreffen 2024 in Greding
Traditionsgemäß trafen wir uns wieder am Himmelfahrtswochenende in der mittelalterlichen Stadt Greding, inmitten des Naturparks Altmühltal und des Fränkischen Seenlandes. So konnte der Eine oder Andere auch noch ein paar Tage davor oder danach zur Erholung nutzen und die Gegend genießen. Friedhelm und Christel, die eine enge Beziehung zu Greding haben, haben das Treffen initiiert und sehr gut vorbereitet. Sogar die lokale Presse brachte eine Vorschau, was auch einige Besucher in unsere Ausstellung lockte.
Anreisetag war Freitag, Treffpunkt war die Hotelterrasse des Hotel-Gasthof Krone wo wir äußerst gastfreundlich untergebracht waren und sehr lecker die lokale Küche schätzen lernten. 22 Buddelschiffer und ihre Partnerinnen waren angereist. Das Programm startete um 16 Uhr mit einer sehr informativen Führung durch die malerischen Winkel und Sehenswürdigkeiten der Stadt. Danach war Zeit für Gespräche und ein gemeinsames Abendessen.
Am Samstag stand zuerst ein Ausflug in das Kristallmuseum Riedenburg auf dem Programm, in dessen Sammlung Schätze aus der Welt der Edelsteine und Kristalle ausgestellt sind. Zu sehen sind farbige Turmaline, wunderschöne Edelsteine, Silbererze und den größten Smaragdkristall aus den Hohen Tauern, einer weltberühmten Fundstelle. Das Museum besitzt die größte Bergkristallgruppe der Welt, sie ist 8 Tonnen schwer.
Nachmittags stellten die Buddelschiffer dann im Nebenraum des Hotels die mitgebrachten Buddelschiffe aus. 37 Modelle gab es zu bestaunen und boten wieder jede Menge Gelegenheit, sich über die verwendeten Techniken und Materialien, gelungene Schiffe aber auch Missgeschicke auszutauschen. Um 17:30Uhr traf man sich zur Gildeversammlung, in der Volker kurz über die Aktivitäten der Gilde berichtete, bevor das Hotelpersonal das gemeinsames Abendessen auftrug. Danach wurde wie immer gefachsimpelt und interessante Gespräche geführt.
Alle waren sich einig, wenn die Gesundheit mitspielt, sehen wir uns 2025 in Brake wieder. Einen herzlichen Dank an Christel und Friedhelm, für dieses schöne Wochenende.
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Das Treffen fand im Mai 2023 in Rostock statt, nicht weit von Warnemünde, wo 1988, vor 35 Jahren die Gilde gegründet wurde. Offiziell begann das Treffen am Freitag um 15:00 Uhr und gab den früher oder am Vortag angereisten Gästen die Möglichkeit davor auf eigene Faust die Stadt zu erkundigen und z.B. eine Hafenrundfahrt durch die Warnow-Mündung zu machen und so die vielseitige Stadt vom Wasser aus kennen zu lernen. Sehenswert waren auch die Museumsschiffe im Stadthafen, wie z.B. der Eisbrecher Stephan Jantzen, das Vermessungsschiff Capella und der Bramsegelschoner Santa Barbara Anna.
Um 15:00 waren dann fast alle Buddelschiffer und Partnerinnen eingetroffen und wir erhielten eine informative Stadtführung. Vorbei an der Universität, der ältesten im Ostseeraum, zum ehemaligen Kloster zum Heiligen Kreuz mit der Kempowski-Ausstellung, den Wallanlagen entlang über die Kröpeliner Straße mit den schönen Renaissance-Häusern zur Marienkirche und schließlich zum Rathaus. Abends sind wir alle per Straßenbahn und CO2 sparend zur Brauhaus-Gaststätte Trotzenburg gefahren. Dort war ein langer Tisch, dekoriert mit Ralf Barthos Wimpeln, im Wintergarten für uns reserviert worden. Bei lokal gebrautem Bier mit phantasievollen Namen und zünftiger regionaler Küche hatten wir genügend Gelegenheit zum Klönschnak über Buddelschiffe und alles, was die Welt bewegt.
Samstag früh wurde zuerst wieder unserem maritimen Interesse gehuldigt und das Schifffahrtsmuseum Rostock auf dem ehemaligen DDR-Frachter Dresden im IGA-Gelände besucht. Im Außenbereich ist der Schwimmkran LANGER HEINRICH ausgestellt. Mit einer Hubhöhe von 50 m und einer maximalen Hakenbelastung von 100 t zählte er damals zu den größten Schwimmkränen der Welt. Daneben liegt die CAPELLA. Sie ist eines der letzten noch schwimmfähigen Betonschiffe dieser Größenordnung in Deutschland. Zwar konnten wir diese Exponate nicht besichtigen, hatten aber vom Schiff einen guten Ausblick darauf. Auf dem Museumsschiff war ebenfalls eine Führung organisiert. Die Schiffe und die Geschichte der Deutschen Seerederei DSR bildeten auch den Schwerpunkt der Ausstellung im Frachtraum. Modelle verschiedener Frachter und Kreuzfahrtschiffe waren zu besichtigen, ebenso wie typische Ausrüstungsgegenstände, worüber der Führer noch einiges zu erzählen wusste.
In den Decksaufbauten sind die Original-Einrichtungen noch weitgehend erhalten und machen sehr anschaulich, wie die Seeleute auf dem Frachter gelebt haben, allerdings muss man sich dann noch vorstellen, wie die Arbeit in den Tropen, ohne Klimaanlage war – sicher kein Zuckerschlecken, vor allem im Maschinenraum.
Abends trafen wir uns dann im „Restaurant Stralsunder“, wo wir unsere „Gildesitzung“ hielten, die mitgebrachten Modelle ausgestellt und nochmal gemeinsam aßen und klönten. Das Restaurant war ein richtiger Glücksgriff. Ein sehr freundlicher Wirt, der uns einen schönen Tisch vorbereitet hat. Für unsere Schiffe stand ein Tisch bereit, der allerdings etwas klein war aber Platz für alle bot. Fast alle hatten Schiffe mitgebracht, Peter wieder welche aus seiner Sammlung. Die anderen hatten je ein bis zwei Schiffe dabei. In der Gilde-Zeitschrift sind diese alle dokumentiert.
Am Sonntagmorgen trafen wir uns zum gemeinsamen Frühstück im Hotel, bevor sich die Teilnehmer nach und nach verabschiedeten, in der Hoffnung, uns im nächsten Jahr in Gredingen im Altmühltal gesund und munter wiederzusehen. Dieses Treffen ermöglichte es uns, nicht nur Rostock zu erkunden, sondern auch unsere Leidenschaft für Buddelschiffe zu teilen und neue Freundschaften zu schließen. Es war eine gelungene Veranstaltung, die uns noch lange in Erinnerung bleiben wird.
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Buddelschiffertreffen am 27.-29. Mai 2022 in Eppstein/Taunus
Eine Reise in die Vergangenheit
Nachdem wir uns, Coronabedingt, letztes Jahr erst im September in Hamburg getroffen hatten, haben wir uns in diesem Jahr wieder traditionell im Mai getroffen. Dieses Mal hatten Marion Benner und Wolfgang Braun das Treffen organisiert und vorbereitet und uns ein interessantes Programm zusammengestellt.
Nach einer freundlichen Begrüßung durch den Eppsteiner Bürgermeister Herrn Simon, übernahm die Leiterin des Eppsteiner Burgmuseums persönlich die Führung durch die Stadt und zur Burg. Besonders erwähnenswert waren unsere drei Knappen der Eppsteiner Rotte, die uns in historischen Kostümen, mit Helm, Schwert und Lanze begleiteten und für unsere Sicherheit sorgten. Der Rundgang führte durch die schön restaurierte mittelalterliche Stadt, zeigte uns die Stadtmauer, und wir erfuhren einiges zur Geschichte der Stadt, die um die Burg herum im Laufe der Jahrhunderte entstand. Die Rotte demonstrierte zum Abschluss noch einen Schwertkampf.
Im Restaurant „Wunderbar weite Welt“ fand dann abends die Gildeversammlung statt. Zuerst wurde den Ausrichtern Marion Benner und Wolfgang Braun als Dankeschön traditionell die von Willy Jahn geschnitzte Gilde-Plakette und ein kleines Buddelschiff aus dem Nachlassfundus von Hans Schmittke übergeben. Besonders gefreut hat uns, dass wir Hans und Els de Haan von unseren niederländischen Buddelschifferfreunden als Gäste begrüßen konnten. Nach den üblichen Regularien klang der Tag beim anschließenden gemeinsamen Abendessen und interessanten Gesprächen und mit Fachsimpeln aus.
Samstags ging‘s dann nach Mainz ins „Museum für Antike Schifffahrt“. Hauptthema der Ausstellung sind die Überreste von fünf römischen Militärschiffen aus dem 4. Jahrhundert n. Chr., die erst Anfang der 1980er Jahre in der Nähe des heutigen Museums gefunden und geborgen wurden. Bei der für uns organisierten Führung erläuterte die Führerin viele Exponate und zeigte auf, wie das Leben der Soldaten in jener Zeit wohl ausgesehen hat. Es ist bemerkenswert über welch ausgefeilte Techniken die Römer im Schiffbau bereits verfügten.
Nach dem Museumsbesuch haben wir uns in einzelne Gruppen aufgeteilt, die je nach persönlichem Interesse die schöne Stadt Mainz zu Fuß erkundeten.
Zum abendlichen Gildetreffen im Restaurant „Pflasterschisser“ hatten alle Buddelschiffbauer wieder gelungene Exemplare ihrer Flaschenschiffe mitgebracht. Peter Linowski hat aus seiner Sammlung u.a. das Schiff eines Italieners mitgebracht, der die See sehr plastisch mit einer gewellten Folie oder Papier hergestellt hat, sowie ein Schiff, das Theodor Carstensen in seinem Buch beschreibt. Hans de Haan hatte neben eigenen Werken ein schönes japanisches Flaschenschiff mitgebracht mit der typischen Bauart des Bugs zum Flaschenboden hin. Adalbert Emser hatte wieder eindrucksvolle Beispiele seiner Modelle in Glühbirnen dabei. Die schönen präsentierten Modelle gaben dann auch jede Menge Gesprächsstoff.
Es war ein sehr schönes Treffen, nochmals vielen Dank an Marion und Wolfgang
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Dieses Treffen sollte eigentlich schon im Mai 2020 anlässlich des Hafen-geburtstags in Hamburg stattfinden. Aber das Corona-Virus und die damit verbundenen Einschränkungen haben und einen gewaltigen Strich durch die Rechnung gemacht, so dass wir uns erst im September 2021 trafen. Als erstes war ein Besuch am Energieberg angesagt. Der Energieberg ist eine alte Hamburger Müllhalde, auf der in den 1950-er Jahren Bauschutt und einiges an giftigem Chemieabfall unkontrolliert deponiert wurde. Als dann in den frühen 1970-ern Dioxin ausgetreten ist, war natürlich große Sorge und die Müllhalde wurde aufwendig isoliert. Heute wird dort Deponiegas gewonnen und auf dem Gipfel steht ein Windrad und ein schöner Panoramaweg erlaubt eine freie Sicht auf Hamburg.
Abends trafen wir uns dann im Festsaal des Hotels zur Gildeversammlung. Der Gildesprecher Volker Scheub begrüßte alle Gildemitglieder und deren Angehörige. Er bedankte sich besonders bei Friedhelm Strohsal und seiner Frau für die Vorbereitung und Organisation des Treffens. Gilderatsmitglied Willy Jahn überreichte den Gastgebern als Dankeschön eine Holzschatulle in der sich das geschnitzte Emblem der Gilde befindet. Eine besondere Ehrung erhielt Peter Hollander. Peter war mehr als 15 Jahre Gildesprecher. In dieser Zeit hat er durch sein außergewöhnliches Engagement als Gildemeister und Redakteur der Gildezeitschrift die Deutsche Buddelschiffer Gilde maßgeblich geprägt und gefördert. Der Gilderat hat daher beschlossen, Peter Hollander zum ersten Ehrenmitglied zu ernennen. Als Zeichen dafür wurde ihm eine Ehrenurkunde überreicht. Nach weiteren Regularien gab es noch ein gemeinsames Essen à la Carte und einen gemütlichen gemeinsamen Abend.
Am Sonntag sollte als Programmhöhepunkt der Besuch des Hafenmuseums und eine Führung auf der am Museumskai festgemachten Peking stattfinden. Leider war die Peking für uns nicht zu besichtigen, da es nur Baubesichtigungen mit einer sehr eingeschränkten Personenzahl gibt. Trotz frühzeitiger Anmeldung und einer schon mal gemachten Zusage seitens des Museums, konnten wir die Peking leider nur von außen besichtigen. Für das Innere des Museums hatten wir dafür zwei Führer, die selbst mit der Seefahrt zu tun hatten. In zwei Gruppen aufgeteilt wurde uns die Geschichte des Hafens und des Lebens mit und in dem Hafen sehr gut anhand der Exponate beschrieben, sodass auch alle Fragen fachkundig beantwortet wurden. Am Kai waren jede Menge Museumsschiffe zu besichtigen, die teilweise schon für die Schiffsparade am folgenden Tag vorbereitet wurden. Die Peking gab auch von außen betrachtet ein imposantes Bild ab!
Eine kleine Gruppe nahm dabei die Gelegenheit wahr, mit der Woltman, einem Dampfschlepper Baujahr 1904, eine kleine Hafenrundfahrt bis zu den Landungsbrücken zu machen. Was das Bild des Hafens noch sehr gut vervollständigt hat.
Abends war dann das Gildetreffen mit Ausstellung der mitgebrachten Schiffe. Die Ausstellung war natürlich für die Buddelschiffer der Höhepunkt. Die neuen Arbeiten der Kollegen bewundern und darüber in aller Ruhe und Ausgiebigkeit zu fachsimpeln, was könnte interessanter sein. Dazu gab es ein vielseitiges und reichhaltiges Buffet, an dem sicher alle etwas für sich gefunden haben.
Am Sonntag gab es noch ein gemeinsames Frühstück, bevor sich alle verabschiedeten und mit vielen neuen Eindrücken und vielleicht auch neuen Ideen nach Hause reisten. Auch das nächste Treffen konnte schon vereinbart werden. Es findet im Mai 2022 in Eppstein (Taunus) statt.
Es war wieder ein sehr gelungenes Treffen!
(Bericht von Volker Scheub)