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Einige
Eckdaten vom Ursprung des Buddelschiffbaus
Wer
baute eigentlich das erste Buddelschiff ?
Hin und wieder wird diese Frage gestellt. Wer zwängte als erster
einen voll getakelten Klipper durch den engen Flaschenhals ? Wo sind
die Wurzeln dieser maritimen Kunst zu suchen ?
Der erste Teil der Frage ist bis heute nicht beantwortet worden. Es
besteht wenig Hoffnung, den ersten Buddelschiffbauer namhaft zu machen.
Das älteste datierte Buddelschiff, das bekannt ist steht im Holstentormuseum
in Lübeck. Eines der Segel trägt die Inschrift "Gioni
Biondi fecit 1784". Das Schiff ist ein Dreimaster und stellt entweder
ein portugiesisches oder türkisches Kriegsschiff dar.
Museumsexperten meinen, daß dieses Modell nicht von einem Seemann
sondern von einem Fachmann des Schiffsmodellbaues gefertigt wurde.
Die
Wurzeln des Buddelschiffbaues
Zur dieser Frage verweisen die Experten auf die sog. "Eingericht".
Diese Arbeiten, auch "Geduldsflaschen" genannt, zeigten in
ihren frühen Erscheinungsformen hauptsächlich Kreuzigungsszenen.
Bekannt sind solche Arbeiten aus Bayern, Tirol, Böhmen, Sachsen
und Österreich.
Im Bayrischen Wald war die sog. "Heiliggeistkugel" beliebt:
Eine ca. 13 cm grosse Glaskugel mit einer Taube darin.
Je weiter man nach Norden kommt, finden sich auch andere, weltliche
Darstellungen in Buddeln. Es gibt Bergwerke, ganze Blaskapellen, Werzeuge
von den verschiedensten Zünften. Letztere wurden vielfach in Heimarbeit
gefertigt um damit ein Zubrot zu verdienen. Hausierer zogen damit von
Ort zu Ort und von Haus zu Haus. Deshalb trugen diese Flaschen auch
den Beinamen "Hausiererflaschen".
...
und irgendwann ist dann ein kundiger Bastler zur See gefahren. Dort
sah er, wie seine Kameraden große und kleine Schiffsmodelle fertigten.
Es wird nicht lange gedauert haben und er begann darüber nachzusinnen,
wie man solch ein Modell durch den Flaschenhals bringen könnte.
Das erste Buddelschiff war geboren. So könnte es gewesen sein,
doch dokumentarische Belege dafür gibt es nicht !
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